Newsletter 17-2026

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern liegt nun ein Bild vor uns, das wir nicht schönreden dürfen: Eine Gesellschaft, die auseinanderdriftet. In Sachsen-Anhalt wurde die AfD mit knapp 44 Prozent stärkste Kraft und verfehlte nur knapp die absolute Mehrheit. In Mecklenburg-Vorpommern gewann sie mit über 38 Prozent erstmals eine Landtagswahl, während die CDU aus dem Landtag flog. Und selbst dort, wo andere Kräfte vorne liegen wie in Berlin, wo die Linke zur stärksten Partei wurde, zeigt sich: Die politische Mitte bröckelt, das Vertrauen in demokratische Institutionen ist angeschlagen, und rechtsextreme Kräfte gewinnen an Boden wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.

Das ist ein Alarmsignal. Und es macht deutlicher denn je, warum unsere Arbeit als Bündnis 90/Die Grünen wichtiger ist denn je.

Denn während anderswo mit Angst und Spaltung Politik gemacht wird, stehen wir für ein Projekt, das längst seine Kraft bewiesen hat: soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz als zwei Seiten derselben Medaille. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur die wirksamste Antwort auf die Klimakrise – er ist auch unsere Versicherung gegen Erpressbarkeit durch fossile Autokraten, unser Weg in echte Unabhängigkeit und Freiheit. Wer heute in Wind- und Solarenergie investiert, sichert nicht nur das Klima von morgen, sondern auch unsere Sicherheit und unsere Souveränität. Das ist kein abstraktes Ideal, sondern gelebte, erfolgreiche Politik – und genau dafür stehen wir, ganz konkret, auch hier in Zwickau. Genau davon wird auch unsere wirtschaftliche Zukunft hier im Landkreis bestimmt. Gelingt es den Mobilitätssektor zu Dekarbonisieren, gelingt auch eine Zukunft der Automobilproduktion hier am Standort Zwickau.

Die kommenden Wochen zeigen das eindrücklich: Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen ist unser Kreisverband sichtbar, ansprechbar und aktiv vor Ort. Jede dieser Veranstaltungen ist auch ein Statement – dafür, an welcher Seite wir stehen: an der Seite der Vielfalt statt der Ausgrenzung, an der Seite der Zukunft statt der Angst, an der Seite eines Europas freier, unabhängiger Demokratien.

Lasst uns diese Zeit nutzen, um Haltung zu zeigen. Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit, diskutiert mit uns – denn Demokratie lebt vom Mitmachen.

Herzliche Grüße

Jenny Bück und Jörg Banitz
Eure Sprecher*innen im KV Zwickau

Rückblick

Wie steht es um die Zukunft des größten Arbeitgebers in Südwestsachsen? Dieser Frage ging die Europaabgeordnete Anna Cavazzini (Bündnis 90/Die Grünen) bei ihrem Besuch Ende August im VW-Werk Zwickau nach. Begleitet wurde sie von den Kreisräten Veit Gröger und Jörg Banitz vom Kreisverband Zwickau.

Auf der Tagesordnung standen neben einer Betriebsbesichtigung auch Gespräche sowohl mit der Werksleitung als auch mit dem Betriebsrat – ein bewusst gewählter doppelter Blick auf die Lage vor Ort. Denn während der Konzern seinen Sparkurs verschärft und über den Standort Zwickau hinaus mehrere deutsche Werke zur Debatte stehen, wächst bei den rund 8.000 Beschäftigten die Verunsicherung über die Zeit nach 2030.

Im Zentrum der Gespräche standen drei Themen:

Zukunftsfähigkeit des Standorts. Zwickau war 2019 der erste Standort im Konzern, der vollständig auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt wurde. Diese Vorreiterrolle soll nach Auffassung von Cavazzini, Gröger und Banitz auch politisch abgesichert werden – als Beispiel dafür, dass der Wandel der Automobilindustrie sozial und ökologisch gestaltet werden kann.

Stimmung in der Belegschaft. Die Gespräche mit dem Betriebsrat machten deutlich, wie sehr die anhaltende Unsicherheit über Werksschließungen und Stellenabbau auf die Beschäftigten wirkt. Klare Perspektiven und verlässliche Zusagen der Konzernspitze seien dringend nötig, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Umgestaltung zur Kreislaufwirtschaft. Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie sich Zwickau als Standort auch beim Thema Kreislaufwirtschaft – etwa Batterie-Recycling und ressourcenschonende Produktion – zukunftsfähig aufstellen kann. Hier sehen die Grünen Chancen, ökologische Notwendigkeit und industriepolitische Perspektive zusammenzudenken.

Der Kreisverband Zwickau wird das Thema weiter eng begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Transformation der Automobilindustrie vor Ort sozial gerecht und ökologisch sinnvoll gelingt.

In unserer Sitzung am 16. September 2026 haben wir über die weitere Entwicklung der GRÜNEN JUGEND Zwickaugesprochen. Diese Themen standen im Mittelpunkt:

📣 Neue Mitglieder erreichen
Wir planen, Flyer und weitere Printmaterialien zu gestalten und drucken zu lassen. Diese möchten wir in ganz Zwickau verteilen, um unseren Kreisverband bekannter zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen.

📱 Unsere Kanäle im Blick
Wie können wir mehr junge Menschen auf unsere Kanäle aufmerksam machen? Dazu haben wir verschiedene Ansätze besprochen und uns auch mit der bisherigen Performance unseres Instagram-Kanals beschäftigt.

🤝 Austausch und Vernetzung
Außerdem hat uns eine positive Nachricht der GRÜNEN JUGEND Regensburg erreicht. Mit dem dortigen Kreisverband möchten wir uns künftig noch enger austauschen. Auch die Teilnahme an der Mitgliederversammlung der Jusos Zwickau, zu der wir uns am 20.09.2026 dazugesellt haben, wurde final besprochen.

Die Sommerpause ist vorbei und die AG Kommunalpolitik geht in die Herbstrunde. Am 17.09. trafen wir uns wieder, um über aktuelle Themen zu sprechen. Im Mittelpunkt stand dabei die Tagung des Zwickauer Stadtrats am 24.September. Da deren Ergebnisse bereits vorliegen, werden sie hier mit genannt. Im Anschluss sprachen wir auch noch ein wenig über die weitere Gestaltung der Arbeit unserer AG.

Einige zum Zeitpunkt unserer AG-Beratung avisierte und besprochene Tagesordnungspunkte wurden zwischenzeitlich abgesetzt. Das betrifft die Aufstellung zusätzlicher Spielgeräte im Stadteilpark Marienthal (Antrag BSW), die Beendigung der Gewährung einer kostenfreien Mittagsversorgung für Kinder von Studenten sowie Berufs- und Fachschülern wie auch die Schließung des City-Internats des Konservatoriums.

Die Ratssitzung startet wie üblich mit den Anträgen der Fraktionen. Zur Entscheidung gelangt als erstes ein Antrag von Progressiven Demokraten, BSW und Bürger für Zwickau der einen Grundsatzbeschluss zum Ersatzanbau bzw. Wiederaufbau des kriegszerstörten Flügels der Humboldtschule zum Ziel hat. Sowohl aus schulorganisatorischer wie auch aus städtebaulicher Sicht erachten die Einreicher die angestrebte Widerherstellung des ursprünglichen Schulgebäudes bzw. eine Ergänzung seines erhaltenen Teils als notwendig. Die in den kommenden Jahren erwarteten Kinderzahlen an der Schule lassen die Kapazitätserweiterung gerechtfertigt erscheinen. Der Bau- und Verkehrsausschuss lehnte das Vorhaben jedoch mit knapper Mehrheit ab. Leider folgte dem auch der Stadtrat mit 14 Ja-Stimmen bei 21 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen. Hauptargumente der Antragsgegner waren, dass über einen längeren Zeitraum gesehen kein Bedarf für zusätzliche Schulplätze zu erwarten sei und die Vorhabenumsetzung für den aktuellen Platzmangel zu spät käme.

Zur Entscheidung gelangt auch ein Antrag der CDU zur Erstellung eines Gestaltungskonzeptes für die Hauptstraße. Dieses soll auf Basis eines Gestaltungswettbewerbs entstehen, an dem sich die „Fachwelt“ wie auch die Bürgerschaft gleichermaßen beteiligen können. Einfließen sollen auch Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbes zur Grüngestaltung in der Innenstadt. Bei der Konzeptumsetzung hofft man die Möglichkeiten des „Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung“ (Bau-Turbo) sowie des Förderprogramms „Lebendige Zentren (LZP) – Erhalt und Entwicklung von Orts- und Stadtkernen“ nutzen zu können. Der Stadtrat stimmte dem Antrag einstimmig zu.

Zwei Anträge, die ebenfalls durch die CDU-Fraktion eingebracht werden, beschäftigen sich mit Sicherheitsaspekten am neu gestalteten Marienplatz. Der erste fordert die Schaffung der rechtlichen und technischen Voraussetzungen für die Umsetzung einer Videoüberwachung auf dem Marienplatz und angrenzender Bereiche im Rahmen der Polizeiverordnung der Stadt Zwickau. Der zweite Antrag zielt darauf ab durch die Stadtverwaltung überprüfen zu lassen, ob die Beschränkung des Alkoholgenusses auf dem Marienplatz von 15:00 bis 22:00 Uhr ausreicht oder verändert werden sollte. Nach seiner Wiedereröffnung hatte sich der Marienplatz zu einem Hotspot teils rivalisierender dem Ort abträglicher Szenen entwickelt. Es kam an diesem hochfrequentierten Platz nicht nur zu Belästigungen, sondern auch zu erheblichen Straftaten. Nachdem die Polizei hier vergleichsweise oft Präsenz zeigt und ein temporäres Alkoholverbot erlassen wurde, hat sich die Situation deutlich verbessert. Der Ort muss zwar weiter im Blick behalten werden, für einen Überbietungswettbewerb an Sicherheitsmaßnahmen besteht derzeit aber kein Erfordernis. Die Anträge wurden in die Ausschüsse überwiesen.

Den Reigen der Verwaltungsvorlagen eröffnet die Festlegung des Wahltages für die Oberbürgermeisterwahl 2027 und Festlegung der Anzahl der Mitglieder im Gemeindewahlausschuss.

Die Verwaltungsvorlage sieht für den 1. Wahlgang den 29.08.2027 und für einen eventuellen 2. Wahlgang den 26.09.2027 vor. Der Haupt- und Verwaltungsausschuss empfahl dem Stadtrat für den 1. Wahlgang abweichend den 05.09.2027. Da an diesem Tag aber das große Kinderfest Zwikkifaxx stattfinden soll, das viele Kräfte der Verwaltung und der BFZ bindet, wären beide Ereignisse kaum vereinbar. In der Ratssitzung entbrannte zunächst eine Kontroverse, ob 3 Wochen zwischen erstem und zweitem Wahlgang ausreichend seien oder besser auf 4 Wochen gegangen werden sollte, was die Verwaltung empfahl. In diesem Zusammenhang kam es auch wieder zu Angriffen der AfD auf die Briefwahl, die als manipulierbar hingestellt wurde. Schließlich setzte sich vor allem mit Stimmen von CDU und AfD ein Antrag Letzterer durch, der den 1. Wahlgang am 29.08.2027 und einen eventuellen 2. Wahlgang am 19.09.2027 vorsieht.  

Ein weiteres Thema sind die strukturellen Auswirkungen der zum 01.01.2027 geplanten Auflösung des Büros für Stadtentwicklung. Alle Aktivitäten, dieser Struktureinheit in den Bereichen regionale und interkommunale Zusammenarbeit, Städtepartnerschaften und Tourismus verbleiben auch künftig im Geschäftskreis der Oberbürgermeisterin. Alle Aufgaben im Bereich Städtebauliche Planung und konzeptionelle Vorbereitung sollen dagegen künftig im Verantwortungsbereich der Baubürgermeisterin angesiedelt sein. Das 2022 geschaffene Büro für Stadtentwicklung wird als eigenständige Struktureinheit aufgelöst, da die ursprünglichen strategischen Ziele aus verschiedenen Gründen nicht wie erwartet umgesetzt werden konnten. Die Vorlage wurde im Rat einstimmig angenommen.

Von großer Bedeutung ist der Beschluss des Verkehrsentwicklungsplans 2040 (VEP 2040) der Stadt Zwickau. Dieser wurde in einem mehrjährigen Prozess unter umfangreicher Beteiligung von Bevölkerung und Institutionen erarbeitet. Der Plan beschreibt Zustand und Entwicklung der einzelnen für die Stadt relevanten Verkehrsbereiche (Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV, Motorisierter Individualverkehr …) sowie deren Entwicklungsperspektiven für die Zukunft. Dabei geht es nicht um geplante Einzelmaßnahmen, sondern um Leitlinien, die der perspektivischen Verkehrsgestaltung und Verkehrsinfrastruktur zugrunde gelegt werden sollen. Das sehr umfangreiche Werk zu skizzieren würde den Rahmen eines Newsletters sprengen. Deshalb sei auf die Vorlage BV/105/2026 und ihre Anlagen verwiesen, die im Portal der Stadt Zwickau – Ratsinformationssystem öffentlich abrufbar sind. Erwähnenswert erscheint uns, dass das doch einigen politischen Zündstoff bietende Thema mit großer Sachlichkeit abgehandelt wurde. Die Vorlage wurde mit einer aus dem Wirtschafts- Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss stammenden Änderung, die die Information und Einbindung von Stadtrat und Ausschüssen bei der Umsetzung des VEP betrifft, einstimmig angenommen.

Des Weiteren geht es um die kommunalen Leitlinien für die Anwendung des sogenannten Bau-Turbo. Dieser ermöglicht unter bestimmten Bedingungen das Abweichen und Befreien von Festsetzungen in Bebauungsplänen und des Baugesetzbuchs. Hierfür bedarf es jedoch gemeindlicher Zustimmungsverfahren nach § 36a BauGB. In der Vorlage geht es um die diesbezüglich in Zwickau anzuwendenden Leitlinien (Anlage 1) zur Vorlage BV/103/2026. Da diese recht umfangreich sind, wird auch hier auf das Zwickauer Ratsinformationssystem verwiesen. Auch diese Vorlage wurde einstimmig beschlossen.

Die übrigen Entscheidungen sind eher formaler Natur, weshalb nicht näher darauf eingegangen werden soll.

Neben der Betrachtung der Zwickauer Ratsthemen ging es schließlich noch um die weitere Arbeit der AG Kommunalpolitik selbst. Die anfänglich recht rege Beteiligung hat in den letzten Monaten doch merklich nachgelassen. Hier wollen wir eine Trendwende erreichen, u. a. durch eine verstärkte Konzentration auf politisch besonders bedeutsame bzw. kontroverse Themen. Auch geht es uns darum den Kontakt zu unseren grünen Mandatsträger*innen zu intensivieren. Zum einen geht es dabei um einen verstärkten Informationsaustauch zum anderen aber auch darum, sie beim Setzen öffentlichkeitswirksamer Themen in Form von Anträgen, Anfragen u. dgl. zu unterstützen. Zudem sollte der Blick nicht nur auf die Stadt Zwickau, sondern verstärkt auch auf Entwicklungen im Kreis und anderen Kommunen gerichtet werden. Beteiligung und Ideen sind immer willkommen.

Vorschau

Es heißt wieder: Treffen, quatschen, Kuchen essen! Denn manchmal braucht es einfach ein gutes Gespräch mit Charme und Augenzwinkern und etwas Süßes dazu. Genau dazu laden wir herzlich ein!

Bei „Kaffee oder Grüntee“ darf locker und entspannt, ehrlich und ohne feste Themen über alles gesprochen werden: Politik, Alltag, Ideen oder einfach das Leben. Und Kuchen gibt es sowieso!

Schnuppert rein und kommt mit uns ins Gespräch. Wir haben Zeit für euch!

Wir freuen uns auf Dich!

📅 Dienstag, 29.09.2026
🕒 15:00-17:00 Uhr
📍Grünes Bürgerbüro
, Innere Schneeberger Str. 16, 08056 Zwickau

Gastgeber: Erika & Horst
Eintritt frei

„Lonig & Havendel“ erzählt auf poetische Weise ein bewegendes Kapitel deutsch-vietnamesischer Geschichte. Die Regisseurin Claudia Tuyét Scheffel ist Tochter einer vietnamesischen Vertragsarbeiterin. Der Film erzählt von Identität, Migration und rückt die Lebensrealitäten vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen in der DDR in den Mittelpunkt.

Im Anschluss an den Film möchten wir mit Thúy Nguyen von der Werdauer Initiative gegen Rassismus ins Gespräch kommen.

📅 Donnerstag, 01.10.2026
🕒 Einlass: 18:00 Uhr, Filmstart 19:00 Uhr
📍Clubkino Glauchau
, Marienstraße 46, 08371 Glauchau

Moderation: Katja Meier, MdL
Eintritt frei.

Zum Film: Um Schnee zu sehen und Deutsch zu lernen, zieht die junge Vietnamesin Trúc Lâm in einen kleinen Ort mitten im Erzgebirge nach Sachsen. Bei einem Ausflug in ein Bergwerk verirrt sie sich auf die andere Seite des Berges. Diese Welt gleicht der alten – jedoch sind die Personen ausgetauscht. In der Kleinstadt auf der anderen Seite lernt sie Duc kennen, der Sohn einer vietnamesischen Familie, die einen Asia-Imbiss betreiben. Um zurück in ihre Welt zu finden, nimmt Trúc Lâm die Hilfe eines Geistes an. (Quelle: Filmfestival Max Ophüls Preis 2025)

Diese Women after Work Lounge findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Landkreises Zwickau statt. Das ganze Programm ist hier zu finden:

Wir treffen uns wieder auf unserem Discord-Server und wollen in lockerer Runde über das sprechen, was gerade um uns herum passiert:

🇩🇪 Was bewegt Deutschland?
🌍 Was passiert global?
🏙️ Was gibt’s Neues in Zwickau?

Bring deine Meinung, Fragen und Ideen mit – egal ob du schon aktiv bist oder einfach mal reinschnuppern möchtest, du musst dafür kein Mitglied sein.

📅 Datum: 15.10.2026
🕐 Uhrzeit: 19:30 – 20:45 Uhr
💬 Discord: GJ Zwickau/Vernetzungstreffen

Melde dich gern kurz bei uns per Mail unter zwickau@gj-sachsen.de, wenn du dabei sein möchtest – dann schicken wir dir den Server-Link zu.

Am 25. Oktober startet der 39. Glauchauer Herbstlauf und wir wollen mit einem grünen Team an den Start gehen!

Zur Auswahl stehen um
🕐 10:05 Uhr der 3,2 km Firmen/Vereinslauf
ODER
🕐 9:50 Uhr der 10 km Lauf

Wer hat Lust an diesem sportlichen Highlight, das es schon seit 1986 in Glauchau gibt, teilzunehmen? Ihr braucht nicht schneller als der Wind oder perfekt trainiert zu sein – DABEISEIN ist schon mal die halbe Strecke.

Gebt bei Heike bitte bis spätestens 12. Oktober eure verbindliche Teilnahme an, damit wir uns rechtzeitig anmelden können: info@gruenes-buergerbuero-zwickau.de

📅 Sonntag, 25. Oktober 2026
📍Treffpunkt: 9 Uhr an der Sachsenlandhalle in Glauchau, am Eingang zur Halle

Neues aus dem Landtag

Unter dem Motto „Starke Wurzeln. Neue Perspektiven. Ärmel hoch für die Region“ tagt die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 29.09.2026 in Zwickau. Es sollen die politischen Vorstellungen für die Zukunft Südwestsachsens diskutiert und ein entsprechendes Positionspapier beschlossen werden.

Im Mittelpunkt stehen die Zukunft des Industriestandorts, der VW-Standort Zwickau und die regionale Zulieferindustrie, aber auch neue Perspektiven für Wertschöpfung, Fachkräfte, Mobilität, Wissenschaft und starke Kommunen. Die BÜNDNISGRÜNE Fraktion fordert die Staatsregierung auf, die industriellen Stärken Südwestsachsens zu sichern und zugleich die Unterstützung neuer wirtschaftlicher Standbeine zu forcieren.

Am Nachmittag beschäftigt sich die Fraktion auf einem Stadtrundgang mit Rechtsextremismus und demokratischer Kultur in Zwickau. Dabei sprechen die Abgeordneten unter anderem mit Manuela Müller, Autorin und Journalistin der Freien Presse, Vertreter:innen von Offener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex, dem Support-Büro des RAA Zwickau und dem Mobilen Beratungsteam des Kulturbüros Sachsen. Den Abschluss des Tages bildet ab 18 Uhr ein Abendempfang mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Naturschutz, Kultur und Sport.

Der Antrag der BÜNDNISGRÜNEN-Fraktion „Tacheles bleibt – jüdische Kultur in Sachsen dauerhaft stärken“ wurde mit mehreren Abgeordneten des Sächsischen Landtags aus den Fraktionen BÜNDNISGRÜNE, CDU, SPD und LINKE angenommen.

Unsere BÜNDNISGRÜNE kulturpolitische Sprecherin Dr. Claudia Maicher freut sich, dass der Impuls für eine Stärkung jüdischer Kultur und jüdischen Lebens in Sachsen im Landtag angenommen wurde. Und so der Schub des „Tacheles“-Jahres länger wirken kann.

Hier geht es zum Antrag und Änderungsantrag:

Die Elbe leidet unter Dürre und historisch niedrigen Wasserständen. Doch statt die Natur zu schützen, werden immer noch Ausbaumaßnahmen und Staustufen diskutiert. Das muss sich ändern!

Klar ist: Baggerarbeiten und Sohlvertiefungen bringen kein zusätzliches Wasser. Im Gegenteil: sie beschleunigen die Tiefenerosion und verschärfen die Niedrigwasserproblematik. Statt technischer Scheinlösungen brauchen wir eine langfristige Wasserstrategie.

Die verkehrspolitische Wahrheit: Die Elbe ist keine verlässliche Güterstraße mehr

Katja Meier, verkehrspolitische Sprecherin, macht es deutlich: „Die Gütertransporte auf der Elbe sind zwischen 2013 und 2022 um 80 Prozent eingebrochen – trotz 430 Millionen Euro Investitionen in die Wasserstraße. Dieses Geld wäre im Naturschutz besser angelegt!“

Doch es gibt eine echte Alternative: Mit der Neubaustrecke Dresden–Prag und dem Erzgebirgstunnel entsteht eine Schienenverbindung für bis zu 150 Güterzüge täglich. Warum also weiter auf eine unberechenbare Wasserstraße setzen, wenn die Schiene verlässlich, klimafreundlich und zukunftssicher ist?

Unsere Forderungen – für eine lebendige Elbe und eine klare Perspektive

  • Stopp aller Vertiefungs- und Regulierungspläne – Die Elbe braucht Schutz, keinen Ausbau!
  • Nein zum Elbe-Überleiter in die Spree – Kein Wasserraub an einem bereits geschwächten Fluss!
  • Realistische Ziele mit Tschechien – Die Fahrrinnentiefen der Elbe sind dauerhaft nicht haltbar.
  • Anpassung des Elbe-Abkommens – Die Politik muss die Realität anerkennen: Die Natur setzt Grenzen!
  • Mehr Raum für die Elbe – Durch Deichrückverlegungen, Anbindung von Altarmen und Schutz von Auenwäldern.
  • Schwammstadt- und Schwammlandschaftskonzepte – Für ein wasserbewusstes Einzugsgebiet.

Die Elbe ist kein Wirtschaftskanal – sie ist ein Lebensraum. Und den gilt es zu retten!

Neues aus der EU

Wir erleben einen geoökonomischen Paradigmenwechsel: Chinas massive Überkapazitäten in Maschinenbau, Automobilindustrie und Klimatechnologien fluten den globalen Markt. Das ist keine Überraschung, sondern Teil der chinesischen Fünfjahrespläne. Jens Eskelund, Präsident der EU-Handelskammer in China, nannte die
europäische Reaktion darauf ein „Sleepwalking 2.0″. Verschärft wird der Druck durch die unterbewertete Landeswährung, die wie eine pauschale Exportsubvention wirkt.

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Dahinter steht auch Chinas geopolitischer Einfluss- und Machtausbau. Deutschland muss weniger über China reden und endlich auf europäischer Ebene geschlossen handeln.
Wie? Darüber wollen Erik Marquardt, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, und Anna Cavazzini, Vorsitzende des EU-Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz mit folgenden spannenden Gästen reden:

  • Dr. Janka Oertel, Distinguished Policy Fellow im European Power Programme des ECFR, wo sie das DARE-Projekt zu europäischer Wettbewerbsfähigkeit und Clean-Tech-Transition leitet, und
  • Dr. Ralph Obermauer, seit 2018 Leiter der Stabsstelle Mobilität und Fahrzeugbau beim Vorstand der IG Metall

Das Webinar findet statt am Montag, 05. Oktober von 19:00 bis 20:00 Uhr.
Weitere Infos und Registrierung über den Link:

Neues aus Zwickau

Groß, bunt und voller Ideen: Eine neue Ausstellung des Zwickauer Kinderhaus-Vereins im Rathaus macht die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf besondere Weise sichtbar. Im Mittelpunkt steht ein Gemeinschaftskunstwerk, das beim Kinderfest „Zwikkifaxx“ entstanden ist.

Kinder haben Rechte – und sie sollen diese nicht nur kennen, sondern auch erleben und mitgestalten können. Mit neuen Materialien zur Kinderrechtsbildung möchte der Zwickauer Kinderhaus-Verein e. V. genau dafür sensibilisieren. Entstanden sind unter anderem ein Kinderrechte-Wimmelbild, ein Kinderrechte-Plakat und Handkarten für pädagogische Fachkräfte.

Das Besondere: Die Ideen und Motive stammen von Kindern aus den Einrichtungen des Zwickauer Kinderhaus-Vereins. Sie haben gezeichnet, gestaltet und ihre eigenen Vorstellungen davon eingebracht, was Kinderrechte für sie bedeuten. So sind Materialien entstanden, die nicht nur über Kinderrechte informieren, sondern vor allem die Perspektiven junger Menschen sichtbar machen.

Mit dem Kinderrechte-Wimmelbild und dem Gemeinschaftskunstwerk setzt der Zwickauer Kinderhaus-Verein ein sichtbares Zeichen für eine kinderfreundliche Stadtgesellschaft. Besucher des Rathauses haben bis zum 2. Oktober 2026 die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen.

Grüne Empfehlung – was wir lesen, hören, schauen

Diese gut 15 minütige Folge ist schon 3 Jahre alt, hat aber leider nichts von ihrer Aktualität verloren.
Aus der Beschreibung:

Die Anfeindungen in der Kommunalpolitik nehmen seit Jahren zu: von Hasskommentaren und Beschimpfungen bis hin zu Angriffen und Mord, wie im Fall Walter Lübcke.
Wie verbreitet ist das? Was hilft dagegen? In dieser Folge von Böll.Fokus stellen wir Angebote, Workshops und Initiativen zur Stärkung der demokratischen Debattenkultur vor.

Sonstiges

Das Martin-Luther-King Zentrum (Stadtgutstraße 23, 08412 Werdau) lädt herzlich zur Veranstaltung am Dienstag, den 29. September 2026 um 19.00 Uhr zum Thema „Punk-Frauen und die DDR“ – eine Lesung und Gespräch mit der Zeitzeugin V1 und dem Buchautor Geralf Pochop über Widerständigkeit in der DDR ein.

„Punk zu sein an sich, war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR“, erzählt Nancy, eine der Protagonistinnen im „Tanz auf dem Vulkan. Widerständige Punk-Frauen in der DDR“, dem neuen Buch von Geralf Pochop. 23 Frauen berichten darin über ihre Erfahrungen mit Repression, Haft und Jugendwerkhöfen und über die bis heute spürbaren Folgen.

Eine von ihnen ist V1, Jahrgang 1964. Sie war das erste Punk-Mädchen in Naumburg. V1 behauptete sich als einzige Punk-Frau in ihrer Punk-Gruppe. Im Verhörraum der VP in Weimar erlebte sie körperliche Übergriffe. 1983 wurde ihr Freund verhaftet und zu einer Haftstrafe verurteilt. V1 verarbeitete diese Erlebnisse in Gedichten, Tagebucheinträgen und Songtexten.

Geralf Pochop, Jahrgang 1964, war selbst Punk und geriet als Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer in Konflikt mit der DDR-Staatsmacht. Heute forscht und schreibt er über die DDR-Vergangenheit.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Volkshochschule Zwickau, der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen des Projekts „Kontrovers vor Ort“ statt.

Der Eintritt ist frei.

Was verbindet eine Chemiefabrik im bayerischen Trostberg mit Frauen, die tausende Kilometer entfernt in den Weinbergen Südafrikas arbeiten? Eine giftige Lieferkette, an deren Anfang Pestizide „made in Germany“ stehen.

Im kostenlosen Webinar vom Umweltinstitut München e.V. gibt Ludwig Essig, Experte für Handelspolitik, Einblicke in die Folgen einer Doppelmoral, die in Deutschland beginnt und in Südafrika endet. Dabei beantwortet er unter anderem folgende Fragen:

  • Warum darf ein Gift, das in Deutschland hergestellt wird und in der EU verboten ist, in Südafrika eingesetzt werden?
  • Was berichten die Arbeiterinnen über die Folgen? Was sind ihre Forderungen an die deutsche Regierung?
  • Wie hat der Hersteller Alzchem reagiert, als das Umweltinstitut ihn direkt mit den Folgen seines Geschäftsmodells konfrontiert hat?
  • Und welche konkreten nächsten Schritte plant das Umweltinstitut München, um den Export bei uns verbotener Pestizide in Länder wie Südafrika zu stoppen? Welche Rolle spielt dabei ein sogenannter „UN-Parallelbericht“?

Ludwig Essig steht in engem Austausch mit der südafrikanischen Organisation „Women on Farms Project“ und kann ungefilterte Einblicke in die Lebensrealität südafrikanischer Landarbeiterinnen geben.

Das Webinar findet am 29.09.2026 um 18:30 Uhr online über Zoom statt. Den Link bekommen Sie nach der Anmeldung zugeschickt.

Die Organisatoren aus dem Bündnis „Runder Tisch“ und die Franziskus Gemeinde laden am 03. Oktober 2026 um 16 Uhr zu einem bunten Nachmittag in die Räumlichkeiten des Piusheim (Pestalozzistraße 43, 08451 Crimmitschau) ein. 

Lernen Sie Ihre Nachbarn und Bürger dieser Stadt bei Kaffee und Leckerei besser kennen. Ein vielfältiges Programm erwartet Sie und Ihre Lieben. Reisen Sie mit uns um die Welt und zurück in unser schönes Städtchen.

Wenn Sie mögen, können Sie gern eine Ihrer persönlichen Spezialität zum Verkosten mitbringen. 

Kontakt für Rückfragen: 0159 0486 7150

Eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Wochen.

Die Initiative „Kein Schlussstrich! Zwickau“ organisiert für den 07. November 2026 eine Kundgebung in Zwickau. Anlass ist der 15. Jahrestag der so genannten „Selbstenttarnung“ des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Als BÜNDNISGRÜNER Kreisverband erkennen wir die besondere Verantwortung an, die aus der Tatsache erwächst, dass Zwickau über Jahre hinweg der Rückzugsort des NSU war. Von hier aus plante und führte das Kerntrio Morde und Sprengstoffanschläge durch, die unzählige Leben zerstörten und Familien zerrissen. Für uns bedeutet das: Zwickau hat eine historische und gesellschaftliche Verantwortung, die nicht ignoriert werden darf.

Für die Kundgebung werden viele helfende Hände gebraucht. Z.B.: für den Auf- und Abbau der Bühne, es werden Ordner gebraucht und ein Awareness-Team, Künstler:innen und Redner:innen müssen betreut werden, etc. Wenn ihr Zeit und Lust habt zu unterstützen, dann meldet euch mit eurem Zeitfenster und/oder mit eurer bevorzugten Aufgabe bitte bei Heike: info@gruenes-buergerbuero-zwickau.de

Und da das Ganze natürlich auch Geld kostet, gibt es ein Crowdfunding. Jeder Euro hilft!

Am 9. Oktober 2026 findet in Berlin die wichtigste Klimaschutz-Demo des Jahres statt. Als Antwort auf die Erneuerbaren-Gesetze von Katherina Reiche, die vom Merz-Kabinett aus CDU, SPD und CSU weitgehend unverändert beschlossen wurden und nun den Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland gefährden. 

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) ruft gemeinsam mit diversen Unternehmen und Campact sowie unterstützt von zahlreichen Umweltverbänden zu einer großen Demo nach Berlin am 9. Oktober um 14 Uhr vor den Bundestag auf. Alle Infos werden fortlaufend aktualisiert hier veröffentlicht:

Es geht darum, den Abgeordneten vor Augen zu führen, was bei Katherina Reiches EEG-Novelle und ihrem Netzpaket auf dem Spiel steht. Die Erneuerbaren Energien sind Grundlage für unseren wirtschaftlichen Wohlstand, Versorgungssicherheit und einen enkeltauglichen Planeten.

436.000 Menschen arbeiten in den Erneuerbaren alleine In Deutschland – so viele wie nie zuvor. Es ist eine der wenigen Wachstumsbranchen, die dieses Land derzeit noch hat. Und ausgerechnet jetzt zieht die Bundesregierung die Handbremse. Mit EEG-Novelle und Netzpaket von CDU, CSU und SPD droht ein Einbruch beim Ausbau von Wind, Solar und Speichern. Schon vor dem Beschluss liegen Milliardeninvestitionen auf Eis, und Marktanteile gehen nach China verloren.

Noch ist nichts entschieden. Die Gesetze liegen jetzt beim Bundestag und sollen am 1. Januar in Kraft treten. Die Abgeordneten können sie so ändern, dass sie Investitionen ermöglichen, statt sie abzuwürgen. Genau darum geht es am 9. Oktober.

Termine

  • 29.09. / 15:00 Uhr / Kaffee oder Grüntee? / Grünes Büro Zwickau
  • 01.10. / 18:00 Uhr Einlass / WAWL-Filmlounge / Clubkino Glauchau
  • 06.10. / 19:00 Uhr / Vorstandssitzung / Grünes Büro Zwickau und online